Island erweitert 2026 die Kosten für Autofahrten um eine neue Straßenmaut. Das Thema betrifft besonders Urlauber, die das Land mit einem Mietwagen, Camper oder Wohnmobil erkunden möchten. Mehrere aktuelle Reiseberichte und Informationen des ADAC weisen darauf hin, dass die neue Regelung bei der Planung von Rundreisen berücksichtigt werden sollte.
Für Reisende aus Deutschland ist vor allem wichtig: Die Maut ist nicht automatisch mit dem Mietwagenpreis abgegolten. Ob und wie die Gebühr abgerechnet wird, hängt vom Mietwagenanbieter, der Fahrzeugklasse und den jeweils geltenden Bestimmungen ab. Wer eine Rundreise plant, sollte deshalb vor der Buchung die Vertragsbedingungen prüfen und die zusätzlichen Straßenkosten in das Reisebudget aufnehmen.
Was sich für den Island-Roadtrip 2026 ändert
Island war bei Mietwagenreisenden bisher vor allem wegen der überschaubaren Infrastrukturkosten und der klaren Routenplanung beliebt. Mit der neuen Straßenmaut kommt ein weiterer Kostenpunkt hinzu. Die Gebühr soll nach den vorliegenden aktuellen Berichten die Nutzung des Straßennetzes beziehungsweise bestimmter Straßenabschnitte erfassen.
Die konkrete Höhe kann von verschiedenen Faktoren abhängen. Dazu zählen unter anderem Fahrzeugtyp, Gewicht, Mietdauer und die gefahrene Strecke. Für Reisende bedeutet das: Eine kurze Fahrt rund um Reykjavík ist anders zu kalkulieren als eine mehrtägige Tour entlang der Ringstraße mit Abstechern zu Sehenswürdigkeiten.
Da sich Tarife und Abwicklungsmodelle zum Start einer neuen Mautregelung ändern können, sollten Urlauber die offiziellen Angaben kurz vor der Abreise erneut kontrollieren. Ältere Reiseberichte mit Preisbeispielen sind nur eingeschränkt verlässlich.
Wie Mietwagenkunden die Maut prüfen sollten
Der wichtigste Schritt erfolgt bereits bei der Buchung. In den Mietbedingungen sollte eindeutig stehen, ob der Anbieter die Straßenmaut automatisch über das Kennzeichen erfasst, ob eine Bearbeitungsgebühr anfällt oder ob der Kunde selbst für die Zahlung verantwortlich ist.
- Vertragsbedingungen lesen: Suchen Sie nach Hinweisen zu Maut, Straßenbenutzungsgebühren, elektronischer Erfassung und Verwaltungsentgelten.
- Fahrzeugklasse vergleichen: Ein kleiner Pkw kann bei der Kalkulation günstiger sein als ein größeres Fahrzeug oder ein Camper.
- Abrechnung dokumentieren: Bewahren Sie Mietvertrag, Übergabeprotokoll und spätere Zahlungsbelege auf.
- Nachträgliche Belastungen einplanen: Bei elektronischer Erfassung kann die Abrechnung erst nach der Rückgabe erfolgen.
Bei der Fahrzeugübernahme sollten Reisende außerdem fragen, wie die Maut registriert wird. Eine kurze Bestätigung des Vermieters kann später helfen, unerwartete Abbuchungen einzuordnen. Wer über einen Vermittler bucht, sollte zusätzlich prüfen, ob die Angaben vom Vermittler oder direkt vom lokalen Vermieter stammen.
Roadtrip-Budget realistisch planen
Die Straßenmaut ist nur ein Teil der Gesamtkosten. Für einen Island-Roadtrip kommen je nach Route Kraftstoff oder Ladestrom, Parkgebühren, Fährkosten, Versicherungsoptionen und mögliche Gebühren für Schotter- oder Hochlandstrecken hinzu. Auch die Mietdauer und die saisonal stark schwankenden Fahrzeugpreise sollten berücksichtigt werden.
Eine praktische Planung beginnt mit der Route. Wer möglichst viele Sehenswürdigkeiten in kurzer Zeit verbinden möchte, fährt oft deutlich mehr Kilometer als bei einer Reise mit wenigen festen Standorten. Durch die neue Maut können lange Rundreisen stärker zu Buche schlagen als ein Aufenthalt mit Tagesausflügen ab Reykjavík.
Für Familien und Gruppen kann ein größeres Fahrzeug zwar mehr Komfort bieten, gleichzeitig aber die laufenden Kosten erhöhen. Kleine Fahrzeuge sind jedoch nicht für jede Strecke geeignet. Vor allem im Hochland gelten besondere Anforderungen und häufig Einschränkungen durch den Vermieter. Die Fahrzeugklasse sollte daher nicht allein nach dem niedrigsten Tagespreis ausgewählt werden.
Wichtige Vorbereitung für die Mietwagenabholung
Vor der Abreise lohnt es sich, die geplante Strecke in einzelne Tagesetappen aufzuteilen. Dabei sollten Fahrzeiten, Tankmöglichkeiten, Wetterbedingungen und mögliche Sperrungen berücksichtigt werden. Die isländischen Straßenverhältnisse können sich schnell ändern, weshalb eine flexible Planung wichtiger ist als ein eng getakteter Zeitplan.
Für die Abholung benötigen Reisende in der Regel Führerschein, Ausweisdokument und die bei der Buchung verlangte Zahlungsmethode. Bei mehreren Fahrern müssen die zusätzlichen Fahrer korrekt im Mietvertrag eingetragen sein. Auch die Regeln für unbefestigte Straßen und Flussdurchfahrten sollten vor der Abfahrt geklärt werden. Schäden durch eine nicht erlaubte Nutzung können unabhängig von der Maut hohe Kosten verursachen.
Bei der Fahrzeugübergabe empfiehlt sich eine gründliche Kontrolle. Fotos von Felgen, Scheiben, Stoßfängern und Unterboden können den Zustand bei der Übernahme dokumentieren. Das ist besonders bei Rundreisen sinnvoll, auf denen das Fahrzeug häufig auf windigen oder steinigen Strecken unterwegs ist.
Fazit für Island-Reisende 2026
Die neue Straßenmaut macht einen Island-Roadtrip nicht grundsätzlich komplizierter, verändert aber die Kalkulation. Mietwagenkunden sollten nicht nur den Tagespreis vergleichen, sondern auch Mautabwicklung, Verwaltungsgebühren, Fahrzeugklasse und erlaubte Strecken prüfen.
Wer die Route vorab plant, aktuelle offizielle Informationen kontrolliert und die Abrechnung des Vermieters versteht, kann Überraschungen vermeiden. Besonders bei längeren Rundreisen und größeren Fahrzeugen sollte die zusätzliche Straßenbenutzungsgebühr als fester Bestandteil des Reisebudgets eingeplant werden. Vor dem Start bleibt außerdem ein letzter Check der geltenden Tarife und Vertragsbedingungen empfehlenswert.

