Hertz rückt bei Miles & More wieder stärker als Partner für Mietwagenreisende in den Fokus. Nach aktuellen Aktionshinweisen können Kundinnen und Kunden bei qualifizierten Hertz-Anmietungen zusätzliche Miles & More Meilen sammeln. Genannt werden bis zu 100 Meilen pro Miettag. Für Urlauber und Geschäftsreisende kann das interessant sein, wenn ohnehin ein Mietwagen benötigt wird und die Buchung die geltenden Voraussetzungen erfüllt.
Die Aktion ist jedoch kein pauschaler Bonus für jede Hertz-Miete. Wie bei Vielfliegeraktionen üblich, kommt es auf den gewählten Tarif, den Buchungskanal, die Anmietstation und die hinterlegte Miles-&-More-Teilnahme an. Wer die Meilen sicher gutschreiben lassen möchte, sollte deshalb vor der Reservierung die aktuellen Bedingungen prüfen und die Mitgliedsnummer korrekt angeben.
Bis zu 100 Meilen pro Miettag
Der beworbene Vorteil beträgt 100 Miles & More Meilen je Miettag. Die tatsächliche Gutschrift hängt dabei von der anrechenbaren Mietdauer und den Aktionsregeln ab. Bei einer mehrtägigen Anmietung kann sich der Bonus entsprechend summieren, sofern der komplette Mietvertrag für die Aktion qualifiziert ist. Eine konkrete Meilenberechnung sollte dennoch nicht allein auf Basis der Miettage vorgenommen werden.
Wichtig ist die Unterscheidung zwischen einer regulären Partnergutschrift und einer zeitlich begrenzten Promotion. Während reguläre Vorteile häufig für bestimmte Hertz-Buchungen vorgesehen sind, können Aktionsangebote zusätzliche Einschränkungen enthalten. Dazu gehören etwa ein Mindestmietzeitraum, bestimmte Länder oder Stationen sowie der Ausschluss von Firmen-, Mitarbeiter- und Sondertarifen.
Was Mietwagenkunden vor der Buchung prüfen sollten
- Teilnahmebedingungen: Auf der Hertz- oder Miles-&-More-Seite sollte geprüft werden, ob die Aktion am gewünschten Reisetermin noch gültig ist.
- Direktbuchung oder Vermittler: Buchungen über Vergleichsportale, Reiseveranstalter oder Drittanbieter können von der Meilengutschrift ausgeschlossen sein.
- Tarif und Fahrzeugklasse: Nicht jeder rabattierte oder geschäftliche Tarif muss für Meilen qualifiziert sein.
- Mitgliedsnummer: Die Miles-&-More-Nummer sollte bereits bei der Reservierung oder spätestens bei der Abholung hinterlegt werden.
- Belege aufbewahren: Mietvertrag, Rechnung und Buchungsbestätigung sind wichtig, falls die Meilen später manuell nachgetragen werden müssen.
Gerade bei einer Anmietung am Flughafen lohnt sich ein genauer Blick auf die Bedingungen. Flughafengebühren und lokale Zuschläge können den Endpreis deutlich erhöhen, ohne dass sich dadurch automatisch mehr Meilen ergeben. Für die Entscheidung sollte daher immer der Gesamtpreis inklusive Gebühren, Versicherungen und gewünschter Zusatzleistungen maßgeblich sein.
Meilenbonus nicht mit dem günstigsten Preis verwechseln
Ein Bonus von 100 Meilen pro Tag kann eine Buchung attraktiver machen, ersetzt aber keinen Preisvergleich. Bei kurzen Mietzeiten fällt der Gegenwert der Meilen meist deutlich geringer aus als mögliche Unterschiede bei Grundpreis, Selbstbeteiligung oder Zusatzfahrergebühr. Wer nur ein Fahrzeug für ein Wochenende benötigt, sollte daher zunächst die passende Fahrzeugklasse und den Endpreis vergleichen.
Anders kann die Rechnung bei längeren Geschäftsreisen oder Rundreisen aussehen. Bei einer Woche Mietdauer entstehen rechnerisch bis zu 700 Meilen, sofern jeder Tag anrechenbar ist und die Aktion vollständig greift. Für Reisende, die Miles & More regelmäßig nutzen, kann die Kombination aus notwendiger Mobilität und zusätzlicher Gutschrift ein sinnvoller Nebenvorteil sein. Eine gezielte Verlängerung der Miete allein wegen der Meilen ist dagegen meist nicht wirtschaftlich.
Auch Rückgabe und Rechnungsdaten sind relevant
Bei der Abholung sollten Reisende kontrollieren, ob der Name auf dem Mietvertrag mit dem Miles-&-More-Konto übereinstimmt. Fehler bei Schreibweise, Mitgliedsnummer oder Fahrerangaben können die spätere Zuordnung erschweren. Gleiches gilt, wenn eine Person bucht, eine andere aber als Hauptmieter eingetragen wird.
Nach der Rückgabe kann die Gutschrift etwas Zeit benötigen. Bleiben die Meilen aus, sollte zunächst geprüft werden, ob der Mietvertrag tatsächlich die Voraussetzungen erfüllt hat. Danach können die vorgesehenen Nachtragswege von Miles & More oder Hertz genutzt werden. Dafür werden in der Regel die Mitgliedsnummer sowie Angaben aus Rechnung und Mietvertrag benötigt.
Für wen sich das Angebot besonders lohnt
Interessant ist die Aktion vor allem für Reisende, die ohnehin bei Hertz buchen möchten, einen qualifizierten Tarif finden und ihr Miles-&-More-Konto aktiv nutzen. Geschäftsreisende profitieren möglicherweise von der Kombination aus Dienstreise und privater Meilengutschrift, müssen dabei aber die Vorgaben ihres Arbeitgebers beachten. Auch Urlauber mit einer längeren Mietdauer können den Bonus in ihre Buchungsentscheidung einbeziehen.
Für alle anderen bleibt der praktische Rat einfach: Erst die Mietkosten und Versicherungsleistungen vergleichen, dann den Meilenvorteil als Zusatz bewerten. Die aktuellen Hinweise zu 100 Meilen pro Miettag zeigen, dass Mietwagen weiterhin ein ergänzender Baustein beim Meilensammeln sein können. Verbindlich ist jedoch immer nur die zum Zeitpunkt der Buchung gültige Aktionsseite mit ihren vollständigen Bedingungen.

