Wer die faszinierende Küste der Nordbretagne, die Smaragdküste, wirklich erleben möchte, kommt um einen Mietwagen nicht herum. Saint-Malo, die historische Korsarenstadt, ist der ideale Ausgangspunkt für unvergessliche Roadtrips. Hier erfahren Sie, wie Sie als Reisende aus Deutschland den besten Mietwagen in Saint-Malo finden und welche Regeln in Frankreich gelten.
Die Abholung in Saint-Malo: Wo mieten?
Die meisten Reisenden aus Deutschland, Österreich und der Schweiz erreichen Saint-Malo entweder über den lokalen Bahnhof (Gare de Saint-Malo) oder nach einer Anreise über größere Flughäfen wie Rennes (RNS) oder Nantes (NTE).
- Stadtbüros am Bahnhof: Viele lokale und internationale Vermieter haben Schalter direkt am Gare de Saint-Malo. Das ist besonders praktisch, wenn Sie mit dem TGV anreisen.
- Hafen: Wenn Sie von den britischen Inseln mit der Fähre anreisen, gibt es auch Büros in der Nähe des Hafens. Beachten Sie, dass es außerhalb der Hauptsaison (Juli/August) weniger Auswahl geben kann.
Tipp: Buchen Sie den Wagen unbedingt im Voraus, besonders wenn Sie zur Hochsaison (Juli und August) oder während beliebter lokaler Feste wie dem „Fête des Remparts“ reisen. Die Preise ziehen dann stark an.
Kostenübersicht: Was kostet ein Mietwagen in Saint-Malo?
Die Preise variieren stark je nach Saison, Mietdauer und Fahrzeugkategorie. Die Nachfrage im Sommer lässt die Preise schnell steigen. Alle Kosten werden in der lokalen Währung, dem Euro, angegeben. Da Deutschland und die Bretagne die gleiche Währung verwenden, entfällt der Währungsumrechnungskurs (von EUR zu EUR).
| Kategorie | Geschätzte Tagespreise (Nebensaison) | Geschätzte Tagespreise (Hochsaison) |
|---|---|---|
| Kleinwagen (z.B. Renault Clio) | ab 30 EUR/Tag | ab 55 EUR/Tag |
| Mittelklasse (z.B. Peugeot 308) | ab 45 EUR/Tag | ab 70 EUR/Tag |
| SUV (z.B. Nissan Qashqai) | ab 60 EUR/Tag | ab 95 EUR/Tag |
Kaution und Zahlungen: Die Kaution wird in der Regel auf Ihrer Kreditkarte geblockt (Betrag oft zwischen 800 EUR und 1.500 EUR). Achten Sie darauf, dass der Hauptfahrer die Kaution mit seiner eigenen, auf ihn ausgestellten Kreditkarte hinterlegen muss.
Erforderliche Dokumente für Reisende aus Deutschland
Für deutsche Staatsbürger ist der Mietprozess in Frankreich unkompliziert. Sie benötigen folgende Dokumente:

- Gültiger Personalausweis oder Reisepass
- Gültiger EU-Führerschein (Klasse B ist meist ausreichend). Ein internationaler Führerschein ist nicht notwendig, aber die Mitnahme wird empfohlen, da er bei Kontrollen oder Unfällen die Datenübermittlung erleichtern kann.
- Kreditkarte (ausgestellt auf den Namen des Hauptfahrers) zur Hinterlegung der Kaution.
- Bestätigung der Buchung
Verkehrsregeln in Frankreich und der Bretagne
Obwohl die französischen Verkehrsregeln denen in Deutschland, Österreich oder der Schweiz ähneln, gibt es einige wichtige Unterschiede, die Sie beachten sollten:
- Geschwindigkeitsbegrenzungen (Stand 2025):
- Maut (Péage): Viele französische Autobahnen sind mautpflichtig. Sie können bar, mit Kreditkarte oder per elektronischem Télépéage-System bezahlen. Im Norden Frankreichs und gerade auf den Strecken, die von Saint-Malo wegführen, sollte man die Mautkosten einplanen.
- Pflichtausrüstung: Obwohl die Pflicht zum Mitführen von Atemalkoholtestern auf dieser externen Website wird die Regelung erläutert aufgehoben wurde, ist es obligatorisch, eine Warnweste (für jeden Fahrzeuginsassen) und ein Warndreieck mitzuführen.
- Promillegrenze: Die Grenze liegt bei 0,5 Promille (für Fahranfänger mit weniger als drei Jahren Führerscheinbesitz: 0,2 Promille).
Die richtige Versicherung in der Bretagne
Mindestanforderung ist die Haftpflichtversicherung (Tierschutz), die in allen Mietverträgen in Frankreich enthalten ist. Als deutscher Reisender empfiehlt es sich jedoch, umfassenderen Schutz abzuschließen:
- Vollkaskoschutz (CDW/LDW): Dieser reduziert Ihre Selbstbeteiligung im Schadensfall. Achten Sie auf die Höhe der Selbstbeteiligung, die oft mit der hinterlegten Kaution korrespondiert.
- Diebstahlschutz (Theft Protection, TP): Unverzichtbar, besonders in städtischen Gebieten, auch wenn Saint-Malo eine relativ sichere Stadt ist.
- Erweiterter Schutz (mit oder ohne Selbstbeteiligung): Wenn Sie unterwegs sorglos sein möchten (was bei den engen Straßen in kleinen bretonischen Dörfern empfehlenswert ist), wählen Sie eine Option mit niedriger oder gar keiner Selbstbeteiligung.
Roadtrip-Ideen ab Saint-Malo

Mit Ihrem Mietwagen erreichen Sie die schönsten Ecken der Smaragdküste (Côte d’Émeraude) und darüber hinaus schnell und flexibel. Hier sind zwei beliebte Routen:
1. Die Korsaren-Route (Halbtagesausflug)
- Dinard: Fahren Sie über die Rance-Talsperre nach Dinard (ca. 15 km), bekannt für seine viktorianische Architektur. Der Blick von Dinard zurück auf Saint-Malo ist phänomenal.
- Dinan: Ein mittelalterliches Juwel (ca. 30 km entfernt) mit Fachwerkhäusern und einer imposanten Burg. Ideal für einen längeren Spaziergang und ein bretonisches Crêpe.
2. Spektakuläre Felsformationen (Tagesausflug)
- Cap Fréhel und Fort La Latte: Fahren Sie westlich (ca. 70–80 km). Cap Fréhel bietet dramatische Klippen und Leuchttürme. Das nahegelegene Fort La Latte – eine beeindruckende Küstenfestung bietet eine atemberaubende Kulisse für Filmfans und Geschichtsliebhaber (Eintrittspreis: ca. 8 EUR).
Saisonale Empfehlungen
- Frühjahr (April–Juni): Ideal. Die Temperaturen sind mild, die Touristenmassen sind noch nicht da, und die Natur blüht. Die Mietpreise sind moderat.
- Hochsommer (Juli/August): Trotz hoher Preise und dichterem Verkehr die beste Zeit für Strandurlaub. Buchen Sie den Wagen mindestens 3–4 Monate im Voraus.
- Herbst (September/Oktober): Die „zweite Saison“. Das Meer ist noch warm, der Verkehr nimmt ab. Perfekt für lange Wanderungen entlang der Küstenwege. Im September sinken die Mietwagenpreise leicht gegenüber dem August.
Tanken und Parken (Stationnement)
Parken in Saint-Malo: Die Altstadt (Intra-Muros) ist weitgehend autofrei. Sie können an den Parkplätzen direkt vor der Stadtmauer parken. Diese sind oft gebührenpflichtig. Während der Saison ist ein Stellplatz schwer zu finden.
- Tiefgaragen: Nutzen Sie die Parkhäuser wie Saint-Vincent oder Saint-Louis. Sie sind sicherer, aber teurer (durchschnittlich 2–3 EUR pro Stunde).
Tanken (Essence): In Frankreich wird in Litern abgerechnet, und Superbenzin heißt Sans Plomb 95 (SP95) oder Sans Plomb 98 (SP98). Diesel ist Gazole oder Gasoil.
Kosten-Check: Die Benzinpreise können an der Autobahn schnell 10–20% höher sein als an Supermärkten (z. B. E.Leclerc, Carrefour). Ein Liter Superbenzin kostet oft zwischen 1,80 EUR und 2,00 EUR.

