Bern und das Berner Oberland mit dem Mietwagen erkunden

Bern, die charmante Schweizer Hauptstadt mit ihrer UNESCO-geschützten Altstadt, ist der perfekte Ausgangspunkt für Erkundungen der gesamten Schweiz. Einen eigenen Mietwagen zu besitzen, bietet hierbei ein Höchstmaß an Flexibilität, insbesondere wenn Sie das malerische Berner Oberland, die Seen und die Alpenpässe erleben möchten.

Die Wahl des richtigen Mietwagens in Bern

Da Bern in der Schweiz liegt und die Straßenstandards sehr hoch sind, benötigen Sie keinen Geländewagen, es sei denn, Sie planen ausgedehntere Touren durch sehr abgelegene Bergregionen. Für die Stadt und die Hauptverkehrsstraßen sind Kompakt- oder Mittelklassewagen ideal. Wenn Sie im Winter reisen, achten Sie auf Allradantrieb oder die Möglichkeit, Schneeketten zu montieren.

Empfohlene Fahrzeugkategorien und Preise (Schätzung pro Tag):

Kategorie Preisspanne (Lokal) Preisspanne (Umrechnung)
Kleinwagen ab 45 CHF/Tag (ca. 47 EUR/Tag)
Mittelklasse ab 60 CHF/Tag (ca. 62 EUR/Tag)
Kombi/SUV ab 85 CHF/Tag (ca. 88 EUR/Tag)

Wichtiger Hinweis: Die Kaution wird in Schweizer Franken (CHF) hinterlegt. Diese kann je nach Anbieter und Fahrzeugklasse variieren, liegt aber oft zwischen 300 und 1.000 Schweizer Franken.

Abholung des Mietwagens: Flughafen oder Stadt?

Die meisten Reisenden aus Deutschland holen ihren Mietwagen entweder direkt am Flughafen Bern-Belp (BRN) ab oder an einer der zentralen Stationen in der Stadt Bern.

  • Flughafen Bern (BRN): Bequem, wenn Sie direkt mit dem Flugzeug anreisen. Die Schalter befinden sich meist in der Ankunftshalle. Hier gibt es oft eine größere Auswahl, aber manchmal sind die Tagespreise etwas höher als in der Innenstadt.
  • Zentrale Stationen: Mehrere bekannte Anbieter unterhalten Filialen im Stadtzentrum oder in der Nähe des Hauptbahnhofs Bern. Dies ist praktisch, wenn Sie bereits in der Stadt sind und erst später für Ausflüge ein Auto benötigen.
Bern

Dokumente und Voraussetzungen für deutsche Mieter

Als Bürger Deutschlands, Österreichs oder eines anderen EU-Landes ist der Prozess in der Schweiz unkompliziert, da die Schweiz nicht nur Schengen-Mitglied, sondern auch in der Anerkennung von Führerscheinen sehr entgegenkommend ist.

Was Sie bei der Abholung benötigen:

  1. Gültiger nationaler Führerschein: Ihr deutscher Führerschein der Klasse B ist in der Schweiz vollumfänglich anerkannt.
  2. Identitätskarte oder Reisepass: Zum Nachweis Ihrer Identität.
  3. Kreditkarte: Diese muss auf den Hauptfahrer ausgestellt sein und wird für die Hinterlegung der Kaution benötigt. Debitkarten werden selten akzeptiert.
  4. Mindestalter: In der Schweiz liegt das Mindestalter für die Anmietung meist bei 20 oder 21 Jahren. Für bestimmte höhere Fahrzeugklassen kann es auch 25 Jahre betragen. Oft wird eine Jungfahrergebühr für Fahrer unter 25 Jahren fällig.

Versicherungen und Vorschriften in der Schweiz

In der Schweiz gelten hohe Standards. Die gesetzlich vorgeschriebene Kfz-Haftpflichtversicherung ist in allen Mietpreisen enthalten. Dennoch sollten Sie auf folgende Punkte achten:

  • Vollkaskoschutz (CDW): Dies ist in den meisten Angeboten ebenfalls enthalten, allerdings oft mit einer hohen Selbstbeteiligung. Überlegen Sie, ob Sie die Selbstbeteiligung durch eine Zusatzversicherung oder eine „Null-Selbstbeteiligung“-Option reduzieren möchten.
  • Diebstahlschutz (TP): Auch dieser muss abgedeckt sein.
  • Glas und Reifen: Diese oft ausgeschlossenen Schäden können über Zusatzpakete abgedeckt werden und sind besonders in Bergregionen sinnvoll.

Wichtige Verkehrsregeln für Bern und die Schweiz

Die Schweizer Straßenverkehrsordnung ist strikt, und Bußgelder sind tendenziell höher als in Deutschland. Achten Sie genau auf die Geschwindigkeitsbegrenzungen:

  • Innerorts: 50 km/h
  • Außerorts: 80 km/h
  • Autobahnen: 120 km/h
Bern

Obligatorische Vignette: Alle Fahrzeuge auf Schweizer Autobahnen benötigen eine gültige Autobahnvignette. Mietwagen, die in der Schweiz zugelassen sind (was in Bern fast immer der Fall ist), haben diese Vignette bereits angebracht. Bei grenzüberschreitender Anmietung unbedingt prüfen!

Lichtpflicht: Auch tagsüber ist das Fahren mit Licht (Abblend- oder Tagfahrlicht) vorgeschrieben.

Parken in Bern: Die Berner Innenstadt hat strenge Parkregelungen. Achten Sie auf die Blauen Zonen, in denen Sie eine Parkscheibe auslegen müssen (begrenzte Parkdauer), und nutzen Sie die zahlreichen Parkhäuser, deren Gebühren in Schweizer Franken (€) anfallen. Vermeiden Sie das unregulierte Parken, da die Bußgelder schnell ins Gewicht fallen.

Roadtrip-Ideen ab Bern

Ein Mietwagen eröffnet Ihnen die besten Routen der Zentralschweiz. Hier sind einige beliebte Ziele, die von Bern leicht zu erreichen sind:

  1. Das Berner Oberland: Fahren Sie nach Interlaken (ca. 60 km), von wo aus Sie das Jungfraujoch oder die Trümmelbachfälle besuchen können. Die Straßen sind gut ausgebaut, aber in der Hochsaison oder im Winter kann es sehr voll werden.
  2. Die Seen: Der Thuner- und der Brienzersee bieten spektakuläre Ausblicke entlang der Uferstraße.
  3. Fribourg und Greyerz: Eine landschaftlich reizvolle Fahrt (ca. 30–45 Minuten) in die Westschweiz, bekannt für Käse und mittelalterliche Architektur. Informieren Sie sich vorab über die Mautregelungen, obwohl die meisten Hauptstrecken unter die jährliche Vignette fallen.

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Kostenfallen und Spar-Tipps

Die Schweiz ist bekannt für ihre hohen Lebenshaltungskosten. Dies gilt auch für Mietwagen und Nebenkosten:

  • Tanken: Benzin und Diesel sind in der Schweiz teuer. Vergleichen Sie die Preise entlang Ihrer Route. Sie bezahlen an der Tankstelle in Schweizer Franken.
  • Grenzüberschreitung: Planen Sie einen Ausflug nach Deutschland, Frankreich oder Österreich? Informieren Sie Ihren Vermieter unbedingt im Voraus. Die meisten Vermieter erlauben Fahren in die angrenzenden EU-Länder, aber es können Gebühren im oberen zweistelligen Euro-Bereich anfallen. Zudem benötigen Sie für ausländische Autobahnen dort jeweils die lokalen Vignetten (z.B. die österreichische Vignette).
  • Volltank-Regelung: Wählen Sie Angebote, bei denen Sie den Wagen vollgetankt übernehmen und wieder vollgetankt zurückgeben müssen, um die teuren Servicegebühren der Anbieter zu vermeiden.

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