Viele Reisende aus Deutschland entscheiden sich dafür, den Urlaubsort oder die Geschäftsregion entspannt mit dem Mietwagen zu erkunden. Der Wochenpreis ist dabei oft die attraktivste Option, doch die tatsächlichen Gesamtkosten können variieren. Hier erfahren Sie, welche Faktoren den Preis beeinflussen und wie Sie Ihr Budget optimal planen.
Warum ist eine Woche oft günstiger?
Autovermietungen bieten in der Regel gestaffelte Raten an. Die Tagesrate sinkt signifikant, sobald Sie die Dauer auf sieben Tage oder mehr ausweiten. Dies liegt daran, dass der Verwaltungsaufwand – die Ausgabe und Rücknahme des Fahrzeugs – für das Unternehmen gleich bleibt, unabhängig davon, ob Sie einen Tag oder eine Woche mieten.
Tipp: Bereits ab vier Tagen kann es sich lohnen, den Wochenpreis zu prüfen. Bei einer Miete von sechs Tagen ist der Preis für sieben Tage oft gleich oder nur unwesentlich höher.
Was kostet ein Mietwagen pro Woche? (Deutschland/Europa-Basis)
Die Kosten hängen stark von der Saison, dem Buchungszeitpunkt und der Fahrzeugkategorie ab. Die folgenden Preise sind Schätzungen für eine einwöchige Miete in Deutschland oder beliebten europäischen Reisezielen in der Nebensaison (Basis: EUR, da {RENTAL_LOCATION} nicht spezifisch genannt wurde, hier wird die gängige europäische Basis angenommen):
| Fahrzeugklasse | Durchschnittlicher Wochenpreis (Nebensaison) |
|---|---|
| Kleinwagen (z.B. VW Polo) | ab 120 EUR/Woche |
| Kompaktklasse (z.B. Golf) | ab 160 EUR/Woche |
| Mittelklasse (z.B. Passat) | ab 220 EUR/Woche |
| SUV (z.B. Qashqai) | ab 280 EUR/Woche |
| Van/Familienauto (7-Sitzer) | ab 350 EUR/Woche |
*Diese Preise beinhalten meist die Basisversicherung (Haftpflicht und Teil-/Vollkasko mit Selbstbeteiligung) und eine angemessene Kilometerbegrenzung (z.B. 1.500 km/Woche).
Einflussfaktoren auf den Wochenmietpreis

Verschiedene Variablen können den Grundpreis stark nach oben korrigieren. Behalten Sie diese Punkte im Auge, um böse Überraschungen zu vermeiden:
1. Buchungszeitpunkt und Saisonalität
Die Regel ist simpel: Früh buchen spart Geld. In Deutschland und ganz Europa steigen die Preise sprunghaft in der Hauptsaison (Sommerferien, Ostern, Weihnachten). Wenn Sie wissen, dass Sie in den bayerischen Alpen oder an der italienischen Küste {RENTAL_LOCATION} zur Hochsaison unterwegs sein werden, sollten Sie mindestens drei bis sechs Monate im Voraus buchen.
2. Versicherungs- und Abdeckungspakete
Der größte Preistreiber ist oft die Versicherung. Obwohl in Europa die gesetzlich vorgeschriebene Haftpflichtversicherung immer enthalten ist, bieten Vermieter oft teure Zusatzversicherungen an der Theke an.
Prüfen Sie vor der Buchung:
- Selbstbeteiligung: Wie hoch ist die Zuzahlung im Schadensfall? Soll diese durch eine Zusatzversicherung auf null reduziert werden (Vollkasko ohne Selbstbeteiligung)?
- Glas und Reifen: Sind Schäden an Glas und Reifen abgedeckt, oder benötigen Sie hierfür eine spezielle Zusatzpolice?
- Unterboden: Gerade bei Fahrten abseits asphaltierter Straßen (was in einigen süd- oder osteuropäischen Ländern relevanter ist) kann eine Abdeckung für Unterbodenschäden sinnvoll sein.
Oftmals sind Fremdanbieter, wie etwa Kreditkartenversicherungen oder spezielle Mietwagen-Versicherungen, deutlich günstiger als die Policen der Vermieter vor Ort. Vergleichen Sie die Kosten sorgfältig, bevor Sie am Schalter eine teure Zusatzversicherung abschließen.
3. Abholort und Rückgabe
Die Abholung am Flughafen (Airport Surcharge) oder an Bahnhöfen kostet meist extra. Diese Gebühren, oft als Premium Location Fee bezeichnet, können bis zu 25% des Grundpreises ausmachen. Wenn Ihr Reiseplan es zulässt, holen Sie das Fahrzeug in einer Stadtfiliale ab, um diese Kosten zu umgehen.

Achilleshof ist auch die Einwegmiete (One-Way-Rental): Wenn Sie das Fahrzeug in Berlin abholen und in München abgeben, fällt eine erhebliche Gebühr an. Diese Gebühr kann leicht 100 EUR bis 300 EUR betragen, abhängig von der Distanz.
4. Extras und Zubehör
Zusätzliche Ausstattung erhöht den Wochenpreis merklich. Achten Sie auf die Kosten für:
- Zusätzliche Fahrer: (oft 5 EUR bis 15 EUR pro Tag, manchmal auf wöchentlicher Basis gedeckelt)
- Kindersitze/Babyschalen: (oft 50 EUR bis 80 EUR pro Woche)
- Navigationsgerät: (oft 10 EUR bis 15 EUR pro Tag; Tipp: Nutzen Sie Ihr Smartphone und laden Sie Karten vorab herunter, um Roaming-Gebühren zu vermeiden.)
5. Kilometerbegrenzung und Tankregelung
Die meisten Wochenmieten in Deutschland und Westeuropa enthalten unbegrenzte Kilometer. Bei günstigeren Angeboten, insbesondere außerhalb der EU, kann die Kilometerzahl jedoch auf beispielsweise 1.000 km/Woche beschränkt sein. Jeder zusätzliche Kilometer kostet dann zwischen 0,20 EUR und 0,50 EUR.
Tankregelung: Die beste und fairste Regelung ist “Full-to-Full” (voll abholen, voll zurückgeben). Vermeiden Sie die Vorauszahlung des Tanks, da Sie den Kraftstoffpreis meist überhöht bezahlen und die ungenutzte Menge nicht erstattet wird.
Spartipps für die wöchentliche Miete
Als Experte für Mietwagen empfehle ich Ihnen folgende Strategien, um den Wochenpreis niedrig zu halten:
- Kleinere Klasse wählen: Oft liegen die Preisunterschiede zwischen einem Kleinwagen und einem Kompaktwagen nur bei 30 EUR pro Woche, jedoch kann der Spritverbrauch deutlich höher sein. Nur buchen, was Sie wirklich benötigen.
- Versteckte Gebühren prüfen: Lesen Sie das Kleingedruckte bezüglich Stornierungsbedingungen, Alterszuschlägen (Fahrer unter 25 sind fast immer teurer) und Kilometerbegrenzung.
- Wählen Sie die ideale Dauer: Manchmal sind 14 Tage Miete pro Tag günstiger als 7 Tage. Spielen Sie mit den Daten im Buchungsformular.
- Kreditkarte nutzen: Stellen Sie sicher, dass Ihre Kreditkarte ein ausreichendes Limit für die Kaution bietet. Die Kaution bewegt sich in Europa oft zwischen 300 EUR und 1.500 EUR und wird in der Regel in Euro geblockt oder abgebucht. Ohne ausreichende Deckung müssen Sie zusätzliche, teure Versicherungen abschließen.
- Unabhängige Vergleichsportale nutzen: Vergleichen Sie Preise von großen internationalen Anbietern (wie Avis, Hertz, Sixt) sowie lokalen Anbietern. Portale wie Check24 oder Billiger-Mietwagen erleichtern den Überblick.

